© DAV Tuttlingen/B. Rudischhauser

Wanderung Rheinschlucht

Landschaftlich reizvoll, konditionell herausfordernd

09.05.2026

Mit insgesamt 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des DAV Tuttlingen machten wir uns auf zu einer anspruchsvollen und zugleich eindrucksvollen Wanderung durch die Rheintalschlucht in der Schweiz. Pünktlich um 9:30 Uhr starteten wir bei bestem Wanderwetter zu einer Tour, die uns auf rund 21 Kilometern und mit etwa 720 Höhenmetern alles abverlangen sollte – landschaftlich wie auch konditionell.

 

Schon früh beeindruckte die Rheintalschlucht mit ihrer außergewöhnlichen Szenerie. Steil aufragende Felswände, mächtige Gesteinsformationen und der tief eingeschnittene Lauf des Rheins zeugen von der geologischen Besonderheit dieser Region, die über Jahrtausende durch Erosion und tektonische Kräfte geformt wurde. Die Ursprünglichkeit der Landschaft und das stetige Rauschen des Flusses begleiteten uns über weite Strecken und machten die Wanderung zu einem besonderen Naturerlebnis.

Ein längerer Abschnitt führte uns direkt entlang des Rheins und parallel zur Bahnlinie. Dieser Teil zog sich gefühlt endlos hin – vor allem, weil wir alle sehnsüchtig nach einem geeigneten Platz für unser wohlverdientes Vesper Ausschau hielten. Der erhoffte Rastplatz wollte einfach nicht kommen, und mit jedem Kilometer wuchs der Hunger spürbar.

 

Erst gegen 13:30 Uhr war es schließlich so weit: Völlig ausgehungert, aber umso glücklicher entdeckten wir einen wunderschönen Grill- und Rastplatz. Die ausgedehnte Pause in dieser idyllischen Umgebung hob schlagartig die Stimmung und gab neue Energie für den weiteren Weg.

Am Ende der langen Tour sorgte unser Guide Rudi noch für ein denkwürdiges Ereignis: Mit der Ankündigung, dass das Ziel nur noch etwa 700 Meter entfernt sei, hielt er bereits eine seiner berühmten Schlussansprachen.

Die Erleichterung in der Gruppe war groß – hielt jedoch nicht lange an. Als sich der vermeintliche Zielparkplatz als der falsche herausstellte und weitere zwei Kilometer bis zu unseren Autos vor uns lagen, fiel die Moral kurzfristig deutlich unter den Gefrierpunkt. Mit Humor und zusammengebissenen Zähnen meisterten wir aber auch diesen letzten Abschnitt.

 

Nach insgesamt siebeneinhalb Stunden, gegen 17 Uhr, erreichten wir schließlich müde, aber zufrieden unsere Autos. Trotz aller Strapazen bleibt die Wanderung durch die Rheintalschlucht als lange, fordernde und sehr beeindruckende DAV‑Tour in bester Erinnerung.