Wir hatten beschlossen, unterwegs anhalt der Verhältnisse & Umstnde spontan zu entscheiden, was wir machen. Zunächst ging es durch ein immer enger werdendes, sehr langgezogenes Hochtal, wo die Steilwände immer enger Zusammenrücken – eine Schlüsselstelle, die bei sehr ungünstigen bedingungen nicht begangen werden sollte. Ein paar Tage zuvor dachte ich noch – ein zu hohes Risiko – wie sich vor Ort eindrucksvoll zeigte. Zahlreiche Nass-/Lockerschneelawinen waren bis auf die Spur abgerutscht. Nun waren die Hänge aber entladen bzw. durch den Nachtfrost stabil & gut machbar.
Kurz vor der Vergaldaalpe nach fast 400 Hm zweigt der Weg zum Schneeberg in eine größere Steilstufe ab. Aufgrund der Verhältnisse & dass der Schneeberg zwei verschiedene Abfahrtsvarianten bietet, man dadurch nicht wieder auf der Aufstiegsroute abfahren muss, was es interessanter macht und der Schneeberg mehr Tiefenmeter ohne Ziehweg, also mehr Tiefenmeter schöne Schwünge bietet, entschieden wir uns für den Schneeberg als Ziel. Der Aufstieg war zwar immer wieder von steileren Abschnitten begleitet, so dass wir uns auch ab & an im Spitzkehrengehen üben konnten, verlief aber insgesamt reibungslos & zeugte von recht stabilen Verhältnissen.