© DAV Tuttlingen/H. Basler

Bei Traumwetter auf den Schneeberg

Tages-Skitour bei Gargellen

08.03.2026

Hocherfreut, dass der Lawinenlagebericht nach Wochen des Füsse und Ski Stillhaltens am Wochenende wieder eine machbare Tour auswies, machten sich Anette, Daniel, Bernhard, Felix und Marcel zusammen mit Tourenleiter Henrik auf den Weg ins Montafon nach Gargellen.

Der hoch gelegene Startpunkt garantierte, dass man vom Start weg bis ins Ziel ausreichend Schnee haben würde. Ziel waren der Schneeberg oder der Hinterberg – Beide hatten den gleichen Startpunkt & die Route verläuft die ersten 3 Kilometer identisch durch`s lang gezogene Vergaldatal.

Wir hatten beschlossen, unterwegs anhalt der Verhältnisse & Umstnde spontan zu entscheiden, was wir machen. Zunächst ging es durch ein immer enger werdendes, sehr langgezogenes Hochtal, wo die Steilwände immer enger Zusammenrücken – eine Schlüsselstelle, die bei sehr ungünstigen bedingungen nicht begangen werden sollte. Ein paar Tage zuvor dachte ich noch – ein zu hohes Risiko – wie sich vor Ort eindrucksvoll zeigte. Zahlreiche Nass-/Lockerschneelawinen waren bis auf die Spur abgerutscht. Nun waren die Hänge aber entladen bzw. durch den Nachtfrost stabil & gut machbar.

 Kurz vor der Vergaldaalpe nach fast 400 Hm zweigt der Weg zum Schneeberg in eine größere Steilstufe ab. Aufgrund der Verhältnisse & dass der Schneeberg zwei verschiedene Abfahrtsvarianten bietet, man dadurch nicht wieder auf der Aufstiegsroute abfahren muss, was es interessanter macht und der Schneeberg mehr Tiefenmeter ohne Ziehweg, also mehr Tiefenmeter schöne Schwünge bietet, entschieden wir uns für den Schneeberg als Ziel. Der Aufstieg war zwar immer wieder von steileren Abschnitten begleitet, so dass wir uns auch ab & an im Spitzkehrengehen üben konnten, verlief aber insgesamt reibungslos & zeugte von recht stabilen Verhältnissen.

In den Aufstiegshang war die Sonneneinstrahlung nicht so intensiv, so dass der Schneedeckel nur ganz leicht angetaut war, im oberen Bereich sogar noch etwas gebundener Pulver. Insgesamt aber eher zweifelhaft ob es gut war. Am Gipfel angekommen, trafen wir eine große Mädelsgruppe von der Sektion Ravensburg die den Weltfrauentag mit einer Tour auf den Schneeberg begingen – schöne Idee. Hier oben ließ sich gemeinsam die herrliche Bergwelt bei strahlendem Sonnenschein genießen. Da schmeckt das Gipfelvesper.

 

 

Nun galt es, die Entscheidung für die Abfahrt zu treffen – welche würde wohl mehr Spaß & weniger Qual – die wir diesen Winter schon öfters erlebt hatten, versprechen. Die Abfahrt zurück ins Vergaldatal oder über das Wintertal zurück nach Gargellen.

Die Hoffnung auf einen schönen Hang mit 700 Tiefenmetern Firnschnee ließ uns die Variante über den Kamm auf der entgegengesetzten Richtung zum Aufstieg wählen.

Die Wahl war richtig – so konnten wir ungefähr 700 Tiefenmeter schön hinabsurfen. Glücklich, erschöpft & zufrieden kamen wir wieder in Gargellen an. Für Alle war es bisher die größte und beste Tour des Winters. Kein Wunder bei dem zunächst wenigen & dann hochgefährlichen Schnee bisher.