© DAV Tuttlingen/Bernd Rudischhauser

Zimba-Besteigung und Klettersteig

Nach einer tollen Klettersteig-Tour mit Rudi im vergangenen Jahr rund um die Sulzfluh stand für alle fest: Auch dieses Jahr gehen wieder alle mit. Und so starteten insgesamt 13 Personen früh am Freitagmorgen in Richtung Brand.

Für Tag 1 stand zunächst der kleine, aber nette Kellenberg-Klettersteig auf dem Programm, ehe es an den Aufstieg zur Sarotlahütte ging. Dort war eigentlich geplant, später noch auf einen der umliegenden Hügel oder Scharten zu steigen, doch auf der sonnigen Hüttenterrasse mit Getränken und selbstgemachter Pizza aus dem Pizzabackofen löste sich dieses Vorhaben allmählich in Luft auf…

Umso anstrengender wurde es am folgenden Tag. Als das „Matterhorn des Montafons“ wird die Zimba bezeichnet – und egal, ob man den etwas schwierigeren Ostgrat oder den Westgrat wählt - geklettert werden muss auf jeden Fall. Mehrere Stellen im dritten Grad, am Ostgrat im vierten Grad, müssen bewältigt werden.

Die Gruppe teilte sich nun auf. Fünf Kletterer entschieden sich für die Überschreitung Ostgrat-Westgrat und stiegen zur Neyerscharte auf. Der Rest wählte den Weg zum Zimbajoch, um dort über den Westgrat den Gipfel zu erklimmen.

Nach rund zweieinhalb Stunden Aufstieg zu Scharte und Joch (Steigeisen und Grödel kamen dabei zum Einsatz, da es in der Höhe noch große Schneefelder gab), begann für beide Gruppen die spannende Gratkletterei. Höhenangst war fehl am Platz, denn häufig mussten ausgesetzte Passagen und steile Felsaufschwünge überwunden werden.

Ein bisschen Sorge bereitete während der langen Klettertour das Wetter. Über den umliegenden Bergen ballten sich immer mehr Wolken zusammen und der Sturm nahm im Tagesverlauf erheblich zu. So nahmen sich die Gipfelstürmer schließlich auch kaum Zeit, um ihr Gipfelglück zu genießen, denn der ebenfalls zeitintensive Abstieg über den Westgrat stand noch bevor. Mehrere Male musste dabei abgeseilt werden.

Nach zehneinhalb Stunden Tour ohne große Pausen erreichten schließlich die letzten der Truppe glücklich die Heinrich-Hueter-Hütte.

Für den dritten Tag war eigentlich der Klettersteig am Saulakopf geplant. Da der Wetterbericht jedoch mögliche Gewitter ankündigte, entschied sich Tourenführer Rudi aus Sicherheitsgründen dagegen.

Über das Saulajoch ging es hinüber zum Lünersee und von dort Richtung Tal. Noch eine Einkehr und nach ein paar weiteren Wander-Kilometern erreichten alle glücklich und zufrieden die Autos.