© DAV Tuttlingen/Henrik Basler

Mountainbike Technikkurs

28.04.2024

Am letzten April-Wochenende konnten wir in kleinerem Kreis das eine Woche zuvor wegen Wintereinbruch abgesagten Fahrtechnik-Seminar bei perfekten Bedingungen nachholen.

4 schon recht gute & erfahrene Mountainbiker – Karin, Alessa, Martin & Jens trafen am Samstag-Nachmittag ihren Coach Henrik, um ihre Kurventechnik & Fähigkeiten, anspruchsvolle Schlüsselstellen zu verfeinern.

Nach ein paar Auflockerungs- & Beweglichkeitsübungen auf dem Bike bekamen die Teilnehmer ein paar Übungen gezeigt, welche sie auch gut in ihren Biker-Alltag einbauen können, um ihr Gleichgewicht & Körperposition sowie ihre Bremstechnik auf dem Bike zu verbessern.

Diese Elemente stellen zentrale Schlüsselfähigkeiten dar, über die jeder Biker, der anspruchsvolle Biketechniken & schwierige Trailabschnitte beherrschen will, auf möglichst hohem Level verfügen sollte.

Daher empfiehlt es sich auch, diese durch regelmäßiges bewußtes Üben auszubauen.

Durch ein paar Spiele sowie Übungen schwierige Trailsituationen langsam & kontrolliert zu absolvieren, wurden der Tag weiter abwechslungsreich gestaltet.

Dann ging`s auch schon daran, die Kurventechnik auf ein neues Level zu heben – die Schlüsselfähigkeit, um den Spaß auf vielen Naturtrails – nicht nur im Donautal – nochmal erheblich zu steigern, da zukünftig nicht mehr Absteigen & Schieben auf dem Programm steht, wenn sehr enge Kurven anstehen, sondern stattdessen Flow & Spaß erleben.

Hier verfügten alle Teilnehmer schon über eine sehr gute klassische Kurventechnik (ohne versetzen). Diese wurde durch gezielte Übungen & verschiedene Parcours verbessert. Nachdem die TN diese recht schnell gut umsetzen konnten, kam nun das mit großer Spannung erwartete Thema – Hinterrad versetzen – auf den Trainingsplan.

Dafür ist absolute Grundbedingung – das Hinterrad entlasten & in die Luft zu bekommen. Hier hatte doch so mancher TN seine Zweifel, ob das gelingen könnte.

Diese konnten aber recht schnell ausgeräumt werden. Mit ein paar Kniffen &gelang es recht bald jedem TN, sein HR um ein paar Zentimeter vom Boden wegzubekommen – Manchem sogar so viel, dass man er ein bissl erschrak, wie schnell & leicht das manchmal doch geht – wenn man weiß wie.

Aber alleine das HR in die Luft zu bekommen reicht natürlich noch nicht, wenn man um die Kurve will, muss es auch nach außen, aus dem Weg.

Auch dies gelang allen TN erfreulicherweise am ersten Tag, so dass es in Hochstimmung zum Tagesabschluss auf eine kleine Trailfahrt am Honberg ging für eine erste kleine praktische Übung.

Voller Vorfreude auf den nächsten Tag verabschiedeten wir uns.

Gut ausgeschlafen & sehr motiviert fuhren wir dann wieder zusammen zunächst zu unserem Übungsgelände, um noch einmal im Trockentraining das Gelernte zu wiederholen & durch weitere Übungen zu verbessern.

Nachdem die Übungen bald Früchte trugen, fühlten wir uns gut gerüstet, uns einmal auf echten Trails zu versuchen & schauen, ob es auch tatsächlich in der Praxis klappt.

Die erste Übungsabfahrt war schön gespickt mit vielen Kurven – ideal zum Üben unterschiedlicher Kurventechniken. Nachdem es allen TN gelungen war, die Kurven mit „klassischer“ Kurventechnik zu absolvieren & auch Einige mit dem Versetzen des Hinterrades die meiste n Kurven absolviert hatten, wollten die TN nach einer kleinen Stärkung auf de Rußberg gerne noch eine zweite kurvenreiche Abfahrt zu Übungszwecken in Angriff nehmen. Hier konnten die TN zusätzlich das kontrollierte Befahren schwieriger Schlüsselstellen üben.

Am Ende waren alle TN sehr zufrieden mit den beiden Tagen, denn Allen war es gelungen, sowohl Kurven, als auch Schlüsselstellen zu Fahren, die die bisher nicht Fahren konnten.