"Projekt Schaufelsen" droht zu kippen

(28.02.2008) Von: NM

Felspaten wenig erfreut über die Kehrtwende im Regierungspräsidium.

„Mehr Klettern – mehr Naturschutz“ das war das Motto der bisherigen Kletterregelung im Donautal für den Schaufels. Mit einer ausgewogenen Balance zwischen Klettern und Naturschutz gelang es, organisierte wie nichtorganisierte Kletterer,  für die Akzeptanz der Kletterregelungen am Schaufelsen zu gewinnen.

 

 

Dafür wurde das Projekt mit dem Umweltpreis der Fachgruppe Outdoor ausgezeichnet. In der Preisverleihung hieß es: „Die kooperative und offene Vorgehensweise der Projektgruppe Schaufels wird als richtungsweisend für Problemlösungen im Bereich Natursport und Naturschutz angesehen.“ Das ist inzwischen Schnee von gestern.

 

 

Das Regierungspräsidium (RP) Tübingen versucht jetzt zusätzliche und weitreichende Einschränkungen des Klettersports am Schaufelsen-Hauptfels und in der Hölle durchzusetzen - und das ohne ausreichende Ausgleichsmaßnahmen. Das „Projekt Schaufelsen“ droht durch diese nachträglichen und einseitigen Maßnahmen zu kippen. Lösungsansätze um einen Interessenausgleich zwischen Klettersport und Naturschutz, um die sich die Beteiligten vor Ort bemüht hatten, zählen nicht mehr. Ob sie überhaupt noch zur Kenntnis genommen werden, ist nicht bekannt.

 

Möglicherweise interpretiert das RP Kooperation und offenes Vorgehen inzwischen als Zeichen von Schwäche. Die ehrenamtlich tätigen Felspaten sehen sich mittlerweile vor einem Scherbenhaufen. Denn all das, was in vielen Sitzungen und Terminen vor Ort gemeinsam erreicht wurde, zählt plötzlich nicht mehr.

 

Auch Vertreter des AKN äußerten sich in der Presse inzwischen ähnlich.